Patienten mit malignen Erkrankungen

Der Albumin-Funktionstest bietet die Möglichkeit, auf schnelle und einfache Weise zu überprüfen, ob im Körper ein aktives Tumorgeschehen vorliegt. Dass Albumin eine Vielzahl unterschiedlicher Moleküle transportieren kann, basiert auf seiner hohen Konformationsflexibilität. Unter pathologisch veränderten Bedingungen kommt es zu verschiedenen Modifikationen der Konformationsmobilität des Albumins, welche zu veränderten Transport- und Detoxifikationcharakteristika führen.

Diese veränderte Fettsäurebindung kann mit Hilfe der Elektronenspinresonanz (ESR) gemessen werden. Die aus den ESR-Spektren gewonnenen Parameter ermöglichen die Berechnung einer integralen Diskriminierungs-Funktion (DR – diagnostisches Resultat). Im Falle eines DR-Wertes kleiner als 1,0 ist der Konformationsstatus des Albumins verändert, das bedeutet, es besteht bzw. entwickelt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine maligne Erkrankung. Bei Messung eines DR-Wertes größer als 1,2 liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit kein aktives Tumorgeschehen vor. Der Grenzbereich umfasst Werte von 1,0 bis 1,2. In diesem Grenzbereich besteht ein erhöhtes Risiko für das Vorhandensein von aktivem Tumorgeschehen.

Der Albumin-Funktionstest konnte in klinischen Studien -in Abhängigkeit der Lokalisation- mit hoher Spezifität (ca. 90%) und Sensitivität (ca. 90%), durch den Nachweis einer Veränderung am Albuminmolekül einen Hinweis auf das Vorliegen einer Krebserkrankung liefern (Seidel et al. 2005; Kazmierczak et al. 2006; Gurachevsky et al. 2008; Gelos et al. 2010, Mörgel et al. 2012; siehe Literatur). Der Albumin-Funktionstest ist nicht dafür gedacht eine endgültige Diagnose zu stellen.

 

Vergleich gesund/chronisch/krank

Vergleich von gesunden Personen, Patienten mit chronischen Erkrankungen und Tumorpatienten: 428 gesunde Individuen, 114 Patienten mit chronischen Erkrankungen, 479 Tumorpatienten

 

letzte Änderung: Juni 2016

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