Patienten mit Lebererkrankungen

In einer Studie mit Patienten verschiedener Lebererkrankungen konnte mit Hilfe des Albumin-Funktionstests gezeigt werden, dass die Detoxifikationseffizienz von Patienten mit einer Lebererkrankung deutlich vermindert ist im Vergleich zur Kontrollgruppe. Patienten mit einem acute-on-chronic Leberversagen (ACLF) zeigten eine weitere Verminderung des DTE im Vergleich zu Patienten mit einer Zirrhose ohne Organversagen. Die Ergebnisse wurden 2009 in Hepatology veröffentlicht.

Detoxifikationseffizienz von Patienten mit Lebererkrankungen

Die Patienten mit ACLF wurden in zwei Gruppen geteilt und entweder mit MARS oder mit der Standardtherapie behandelt. In dieser Studie konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Therapiegruppen bzw. zwischen Tag 0 und Tag 7 nach Therapiestart beobachtet werden. Eine mögliche Erklärung für die ausgebliebene Verbesserung durch die MARS-Methode ist, dass das Albumin des Patienten irreparabel geschädigt ist, und somit die Entfernung von Toxinen aus dessen Blut nicht ausreicht, um die Funktionalität des Albumins zu regenerieren. Eine zweite Erklärungsmöglichkeit ist, dass das industrielle Albumin, welches als Adsorbens im MARS-Gerät verwendet wird, das Patientenalbumin nicht regenerieren kann, da es selbst deutlich reduzierte Transportparameter im Vergleich zu Gesunden aufweist (siehe Industrielles Albumin).

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