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Grundlagen:
Der MMS-Test beruht auf der Bestimmung von
Konformationsänderungen des Albuminmoleküls, diese werden detektiert durch
Änderungen in seiner Bindungskapazität gegenüber Fettsäuren. Das
Albumin dient im Blut unter anderem als Transportprotein für
wasserunlösliche Substanzen wie Fettsäuren, Vitamine und
Spurenelemente sowie Metabolite und Pharmaka. Die von
Tumorzellen ins Blut abgegebenen Proteine oder Peptidfragmente
können an das Albumin binden (Lowenthal et al., 2005) und
bewirken dadurch eine veränderte Fettsäurebindung.
Diese veränderte Fettsäurebindung kann mit Hilfe der
Elektronenspinresonanz (ESR) gemessen werden. Dafür werden einer
Blutserumprobe radikaltragende Fettsäuren zugegeben und deren
Bindung an das Albumin mit der ESR untersucht. Aus dem
ESR-Spektrum der Serumprobe können Aussagen über die
Bindungskapazität des Albumins gewonnen werden, die sich im Fall
einer malignen Erkrankung
signifikant von nicht malignen bzw. gesunden Serumproben unterscheiden.

Da die Fettsäuren
unterschiedliche Bindungseigenschaften aufweisen, zeigt das
ESR-Spektrum mehrere Komponenten. In der
Abbildung sind die Zerlegung eines solchen gemessenen ESR-Spektrums und die
damit verbundenen Bindungsmodi dargestellt. Aus den Komponenten
des ESR-Spektrums wird eine integrale Diskriminierungs-Funktion
(DR) berechnet. Diese
ist in der Regel ausreichend, um eine zuverlässige Diagnose zu
stellen. Bei einem grenzwertigem DR-Wert werden zur Erhöhung der
Zuverlässigkeit der diagnostischen Aussage weitere Parameter,
wie die Bindungs-, Transport- und Entgiftungsfähigkeit des
Albumins berücksichtigt. Im Fall von einem DR-Wert < 1 ist der Konformations-Status
verändert, das bedeutet, es besteht bzw. entwickelt sich eine
maligne Erkrankung. Bei Messung eines DR-Wertes > 1 liegt bei dem
Patienten kein aktives Tumorgeschehen vor,
wobei der Grenzbereich Werte bis zu 1,2 einschließt. In diesem
Grenzbereich besteht noch ein erhöhtes Risiko für das
Vorhandensein von aktivem Tumorgeschehen. Durch eine
Verlaufskontrolle wird das Ergebnis abgesichert.
Der MMS-Test konnte in
klinischen Studien -in Abhängigkeit der Lokalisation- mit hoher Spezifität (ca. 90%) und Sensitivität (ca.
90%), durch den Nachweis einer
Veränderung am Albuminmolekül einen Hinweis auf das Vorliegen
einer Krebserkrankung liefern.
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