Freiheitstraße 124 / 126  D-15745 Wildau 

 

 

             

            

           

           

            

 

 

 

 

 

                  

 

 

                    

 

Grundlagen:        

Der MMS-Test beruht auf der Bestimmung von Konformationsänderungen des Albuminmoleküls, diese werden detektiert durch Änderungen in seiner Bindungskapazität gegenüber Fettsäuren. Das Albumin dient im Blut unter anderem als Transportprotein für wasserunlösliche Substanzen wie Fettsäuren, Vitamine und Spurenelemente sowie Metabolite und Pharmaka. Die von Tumorzellen ins Blut abgegebenen Proteine oder Peptidfragmente können an das Albumin binden (Lowenthal et al., 2005) und bewirken dadurch eine veränderte Fettsäurebindung.

Diese veränderte Fettsäurebindung kann mit Hilfe der Elektronenspinresonanz (ESR) gemessen werden. Dafür werden einer Blutserumprobe radikaltragende Fettsäuren zugegeben und deren Bindung an das Albumin mit der ESR untersucht. Aus dem ESR-Spektrum der Serumprobe können Aussagen über die Bindungskapazität des Albumins gewonnen werden, die sich im Fall einer malignen Erkrankung signifikant von nicht malignen bzw. gesunden Serumproben unterscheiden.

Da die Fettsäuren unterschiedliche Bindungseigenschaften aufweisen, zeigt das ESR-Spektrum mehrere Komponenten. In der Abbildung sind die Zerlegung eines solchen gemessenen ESR-Spektrums und die damit verbundenen Bindungsmodi dargestellt. Aus den Komponenten des ESR-Spektrums wird eine integrale Diskriminierungs-Funktion (DR) berechnet. Diese ist in der Regel ausreichend, um eine zuverlässige Diagnose zu stellen. Bei einem grenzwertigem DR-Wert werden zur Erhöhung der Zuverlässigkeit der diagnostischen Aussage weitere Parameter, wie die Bindungs-, Transport- und Entgiftungsfähigkeit des Albumins berücksichtigt. Im Fall von einem DR-Wert < 1 ist der Konformations-Status verändert, das bedeutet, es besteht bzw. entwickelt sich eine maligne Erkrankung. Bei Messung eines DR-Wertes > 1 liegt bei dem Patienten kein aktives Tumorgeschehen vor, wobei der Grenzbereich Werte bis zu 1,2 einschließt. In diesem Grenzbereich besteht noch ein erhöhtes Risiko für das Vorhandensein von aktivem Tumorgeschehen. Durch eine Verlaufskontrolle wird das Ergebnis abgesichert.

 

 

Der MMS-Test konnte in klinischen Studien -in Abhängigkeit der Lokalisation- mit hoher Spezifität (ca. 90%) und Sensitivität (ca. 90%), durch den Nachweis einer Veränderung am Albuminmolekül einen Hinweis auf das Vorliegen einer Krebserkrankung liefern.